Keine Zeit für November-Blues

Hoch motiviert machte ich mich nach den - bedingt durch meine Erkältung - ausgelassenen Rennen in Trieben und St. Pölten Anfang November auf den Weg ins burgenländische Lockenhaus nahe der ungarischen Grenze, um an zwei Tagen bei den Querfeldeinrennen „Ummadumansee“ an den Start zu gehen. Die 2,5 Kilometer lange Runde rund um den Burgsee war gespickt mit rutschigen Schrägfahrten und giftigen Anstiegen. Am ersten Renntag am Samstag musste ich bereits nach der ersten Runde nach einem Defekt bei der Schaltung das Rennen beenden. Das Rennen am Sonntag verlief leider nicht besser – eine gerissene Kette kurz nach der ersten Durchfahrt bei der Wechselzone zwang mich das Rennen vorzeitig zu beenden.


Bereits das Wochenende später ging es in die Steiermark zum Gutenberg-Cross an der Raabklamm. Bei feuchtkaltem, nebeligen Wetter, das für rutschige Verhältnisse auf dem vorwiegend über Wiesenboden geführten Kurs sorgte, konnte ich als sechster das Rennen beenden. Tags darauf beim „Well-Welt“-Rennen in Kumberg finishte ich bei strahlendem Sonnenschein die interessante Kursgestaltung mit Sandpassagen, deftigen Anstiegen und einen Treppenanstieg im knapp sechzig Mann starken Rennen als neunter. Bei der zugleich ausgetragenen steiermärkischen Landesmeisterschaft wurde ich somit mit Gold in der Kategorie U23 belohnt.


Einen starken Auftritt konnte ich beim Querfeldeinrennen am 17. November in Wels/Wimpassing zeigen. Auf den harten, extrem unebenen Untergrund quer durch die Freizeitanlage und über den BMX-Park geführten, großteils flachen Kurs, bei der sich rasch eine Spitzengruppe mit Mountainbike-Doppelweltmeister Daniel Federspiel, Manfred Zöger und Andreas Hofer bildete, konnte ich mich nach dem Start Runde für Runde bis an die vierte Position vorarbeiten, bis ich dreiviertel des Rennens schlussendlich wieder von Amateur Thomas Mair eingeholt wurde und schließlich als fünfter über die Ziellinie fuhr. Mein bisher größter Erfolg am Querfeldeinrad in der Kategorie U23!

Ich war fit und das Material paßte, sodass ich endlich meine Leistung zeigen konnte.

Das Querfeldeinrennen im Bauerpark in Bad Ischl tags darauf am Sonntag, welches mir mit dem technisch anspruchsvollen Kurs und relativ vielen Höhenmetern gut gelegen wäre, beendete ich in der vorletzten Runde nach einem Sturz zwar unverletzt, jedoch enttäuscht. Dieser für mich sehr erwartungsvoller Renntag war leider nicht nach meinen Vorstellungen verlaufen – nicht zuletzt auch wegen dem klemmenden Reisverschluss am Einteiler, der mir ein pünktliches Aufstellen am Vorstart an meiner mir zustehenden Startposition vermasselte und mich bereits vor dem Start mental verstörte.

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