Letztes Kräftemessen für 2020

Knapp acht Wochen nach meinem Schlüsselbeinbruch samt Operation und der dadurch entstandenen dreiwöchigen Sportkarenz ging ich am Samstag, 10. Oktober beim ersten Mühlviertler Hügelwelt Classic, einem 121 Kilometer langen Straßenrennen mit mehr als 2500 Höhenmeter mit Start und Ziel in Königswiesen, an den Start. Bei diesem Rennen, bei dem die Topfahrer der heimischen Profiteams vertreten waren, fühlte ich mich sehr gut und top in Form, jedoch verunsicherte mich mein geliehenes Rennrad und löste speziell in den extrem schnellen Abfahrten ein Unbehagen aus, sodass ich das Rennen vorzeitig beendete.


Tags darauf am Sonntag startete ich bei niedrigen Temperaturen mit dem Mountainbike beim 55km langen Woidman-Marathon im niederbayerischen Luftkurort Thurmansbang (Deutschland). Lange Zeit fuhr ich an der Spitze einer kleinen Gruppe, doch überwältigte mich auf den letzten Kilometer der Hungerast, sodass ich meine unmittelbaren Kontrahenten ziehen lassen musste und schließlich nach knapp 2:40 Stunden als Dritter von mehr als 110 Teilnehmern das Ziel erreichte.

Am 18. Oktober startete ich im Salzkammergut bei den ursprünglich Ende Mai in Kleinzell geplant gewesenen Österreichischen Mountainbike-Marathonmeisterschaften. Die kurzerhand aufgrund winterlicher Verhältnisse geänderte Strecke des Titelkampfes führte mit 2.308 Höhenmeter und mehr als 55 Kilometer von Bad Goisern über den Predigstuhl durch die Ewige Wand mit zwei Runden im Weißenbachtal. Die teils matschige Wegbeschaffenheit und die äußerst selektive Strecke entpuppte sich für mich zum wahren Kräftemessen, dem ich im letzten Viertel des Rennens Tribut zahlen musste und mich einige Plätze kostete. Schlussendlich holte ich nach 2 Stunden und 28 Minuten als dritt bester U23-Fahrer Bronze bei den Meisterschaften, in der Gesamtwertung der Herren platzierte ich mich auf Rang elf, etwas mehr als zwölf Minuten hinter dem neuen Staatsmeister, dem dreifachen Marathon-Weltmeister Alban Lakata aus Osttirol.

Ich wäre bereit wieder Rennen zu bestreiten, doch nun ist die "spezielle" Saison leider vorbei. Zeit für eine Trainingspause, um im neuen Jahr wieder neu durchzustarten.

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© Marc Schwarz

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