Bei den Österreichischen Straßen-Radmeisterschaften am 28. Juni standen sechs lange und sechs kurze Runden rund um und durch Schwanenstadt (Oberösterreich) auf dem Programm. Trotz brütender Hitze ging ich gemeinsam mit 65 weiteren Fahrern – darunter mehrere namhafte WorldTour-Profis – an den Start. Bis zum Ende der langen Runden konnte ich das hohe Tempo gut mitgehen und passierte die ersten Zwischenzeit auch im vorderen Feld. In den kurzen Schlussrunden wurde ich jedoch gemeinsam mit rund 50 weiteren Fahrern aufgrund eines zu großen Rückstands aus dem Rennen genommen und daher nicht gewertet. Zum neuen österreichischen Straßenmeister krönte sich Michael Gogl (Alpecin).
Am 25.7. startete ich bei der tschechischen Maraton-Meisterschaft in Zadov im tschechischen Böhmerwald das 70km lange und mit 1800 Hhm versehene Rennen überraschend mit der Startnummer vier aus der ersten Reihe. Nach einem längeren Asphaltanstieg blieb das Rennen aufgrund der eher einfachen Topografie lange geschlossen und die stärksten Fahrer konnten sich nicht entscheidend absetzen. Im Zielsprint erreichte ich schließlich hinter Hermann Pernsteiner den fünften Platz.
Am 1. August erfolgte bereits um 7:30 Uhr bei angenehmen Temperaturen der Start zum Montafon Marathon (Voralberg) mit 75km 2650 Hhm. Durch den nächtlichen Regen war die Strecke griffig und in gutem Zustand. Nach dem Start fuhren wir zunächst in einer etwa zehnköpfigen Gruppe, die sich am ersten längeren Anstieg teilte. Ich fuhr mein eigenes Tempo weiter und erreichte am Ende den starken vierten Platz. Den Sieg holte sich Jakob Hartmann (DE) vor Sascha Weber (DE) und Sebastian Gesche.
Bei meinem Saisonhighlight, den Staatsmeisterschaften im MTB-Marathon am 8. August in Mank (NÖ), standen bei Temperaturen um die dreißig Grad 75 Kilometer und rund 2.650 Höhenmeter am Programm. Mein Ziel war klar der Sieg, wobei der Titelverteidiger Hermann Pernsteiner als großer Favorit galt. Die Strecke war technisch nicht besonders anspruchsvoll, aber durch sehr steile Anstiege sowie trockenen, staubigen und rutschigen Waldboden dennoch fordernd. Die Schwierigkeit lag weniger in der Fahrtechnik als vielmehr im hohen Tempo und der körperlichen Belastung, die konstant sehr hoch war. Für mich war schnell klar, dass ich das Rennen nicht selbst gestalten oder das Tempo bestimmen würde. Meine Taktik war, so lange wie möglich an Pernsteiner dranzubleiben – was mir mehr als zwei Stunden lang gelang. Danach musste ich dem hohen Tempo Tribut zollen und konnte nicht mehr folgen. Nach knapp dreieinhalb Stunden überquerte ich schließlich als Zweiter die Ziellinie und holte mir damit die Silbermedaille.